Der Mensch besitzt unzählige Schmerzrezeptoren, die vor
allem in der Haut implementiert sind. Das ist auch nicht weiter verwunderlich,
denn die Haut ist einerseits das größte menschliche Organ und andrerseits
bildet die Haut die Barriere gegen von außen eindringende oder angreifende
Objekte und Subjekte.
Am Kopf ist die Dichte der Schmerzrezeptoren besonders hoch,
denn hier gilt es, das Gehirn und die wichtigsten Sinnesorgane zu verteidigen
beziehungsweise schnellstmöglich vor Verletzungen zu warnen. Nichts anderes
machen Schmerzrezeptoren. Sie sind die eingebaute Alarmanlage des Menschen, die
24 Stunden am Tag im Dienst ist.
Die Alarmanlage abschalten
Eine Eigenhaarverpflanzung ist ein Eingriff in die Haut des
Menschen und betrifft je nach Umfang eine relativ große Fläche des Kopfes.
Einmal während der Entnahme der Haare und einmal während des Einpflanzens in den
kahlen Bereichen.
Die Transplantation ist zwar großflächig, jedoch nicht sehr
tief gehend. Das menschliche Kopfhaar ist mit seiner Wurzel in der Dermis
verankert, das ist die Hautschicht direkt unter der Epidermis, der
Hautoberfläche. Zusammen besitzen Epidermis und Dermis am Kopf etwa eine Dicke
von 1 bis 1,5 mm. Die zur Entnahme und Einpflanzung verwendete Hohlnadel dringt
dementsprechend nur etwa 1,5 bis 2 mm tief ein. Das ist ungefähr so, wie wenn
sich jemand versehentlich mit einer Nähnadel sticht. Natürlich verursacht dies
Schmerzen und bei einer Haartransplantation können es durchaus 2000 bis 3000
Haare sein, die verpflanzt werden. Damit dies ein verträglicher beziehungsweise
schmerzfreier Vorgang wird, setzt der operierende Arzt ein Lokalanästhetikum
ein. In der Regel handelt es sich dabei um eine Leitungsanästhesie, bei der die
Nervenenden oder Schmerzrezeptoren umspritzt werden.
Die Haartransplantation ist je nach gewählter Methode, etwa
FUE oder FUT, eine Operation, die sich über mehrere Stunden erstreckt. Darum
werden Betäubungsmittel mit Langzeitwirkung eingesetzt, das sind
Betäubungsmittel der Substanzklasse Säuremidtyp, beispielsweise:
Prilocain
Lidocain
Bupivacain
Es sind grundsätzlich nur örtliche Betäubungen, niemals eine
Vollnarkose, der Patient bleibt bei vollem Bewusstsein. Trotzdem
wird der Arzt über eine Anamnese im Vorfeld abklären, ob das gewählte Betäubungsmittel eventuell Nebenwirkungen erzeugt. Haartransplantationen sind so völlig schmerzfrei.
wird der Arzt über eine Anamnese im Vorfeld abklären, ob das gewählte Betäubungsmittel eventuell Nebenwirkungen erzeugt. Haartransplantationen sind so völlig schmerzfrei.

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