Mittwoch, 25. September 2019

Haare – warum wir sie brauchen!



Als unsere Vorfahren in der afrikanischen Steppe lernten, aufrecht zu gehen, besaßen sie zwar den Vorteil, über das hohe Gras hinwegzusehen, gleichzeitig jedoch waren sie im Verhältnis zu möglichem Jagdwild relativ langsam. In der Folge entwickelte sich der Urahn des Homo Sapiens zum Ausdauerjäger. Eine Ausnahme in der Tierwelt, denn üblicherweise sind Jagd- und Fluchtstrecken nur auf kurze Distanz ausgelegt. Ein Trick der Evolution, um alle Notwendigkeiten zum Überleben in der Natur unter einen Hut zu bringen. Das Fell oder eine dichte Körperbehaarung war gerade für Säugetiere beziehungsweise Warmblüter notwendig, um sie vor der Nachtkälte zu schützen. Damit lassen sich jedoch keine langen Strecken im schnellen Tempo zurücklegen, ohne zu überhitzen. Nur der Mensch machte hier eine Ausnahme und mit der Entdeckung des Feuers glich er auch die fehlende Körperbehaarung aus. Eine Entwicklung, die jedoch nicht von heute auf morgen stattgefunden hat, sondern Millionen von Jahren dauerte. Am Ende dieser Entwicklungsstufe steht der heutige Mensch, der nur noch auf dem Kopf, unter den Achseln und im Schambereich Haare aufweist.

Warum denn überhaupt noch Haare?

Unser Gehirn ist einerseits unser wichtigstes Organ, andrerseits sitzt es an einer sehr exponierten Stelle des Körpers. Unsere Kopfhaare dienen hier als Isolation gegen Wärme und Kälte zugleich, wobei es regionale Unterschiede gibt. Menschen in heißen Klimazonen weisen in der Regel dicke und schwarze, jedoch relativ wenige Haare auf, die gut vor der Sonneneinstrahlung schützen. Menschen in kühlen oder gemäßigten Klimazonen besitzen dünnere, oft helle, aber dafür zahlreichere Haare, die ein wärmendes Polster bilden.

Die Jagd spielt für uns kaum noch eine Rolle, wohl aber das Kopfhaar, das zum Symbol für jugendliche Kraft und Ausdauer wurde, sich aber je nach Veranlagung gerade bei Männern schon frühzeitig zurückbildet. Stirnglatzen, Tonsuren und Geheimratsecken können sich schon bei dreißigjährigen Männern ausbilden. Eine Eigenhaarverpflanzung kann die Glatzenbildung dauerhaft rückgängig machen. Die Haartransplantation ist aktuell das einzige Verfahren, die dies gewährleistet. Moderne und schonende Methoden, wie etwa die FUE-Technik, sorgen für gute Ergebnisse in einem angemessenen Zeitrahmen, um so schnell wieder volles Haar zu besitzen.

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