Mittwoch, 29. Mai 2019

DKK2 – wieder ein neuer Weg gegen Haarausfall?



Haarausfall beschäftigt die Menschen als ein Problem, das zwar keine direkte körperliche Schädigung verursacht, jedoch durchaus schwere psychologische Folgen haben kann. So wurde im Laufe von Jahrtausenden vermutlich schon Alles aus der großen Apotheke von Mutter Natur ausprobiert, um verlorene Haare wieder dazu zu bringen, erneut zu wachsen.

Während es früher so delikate Mittel wie Pferdemist oder recht dubiose Tinkturen mit der Galle von Schweinen waren, die zu neuer Haarpracht verhelfen sollten, um nur zwei Beispiele zu nennen, wird in Zeiten der Aufklärung detaillierter und tiefer forschend vorgegangen. Längst wurde die tatsächliche Ursache für den häufigen Haarausfall von Männern festgestellt, zwei genetische Defekte, die sich seit Urzeiten vererben und dafür sorgen, das in bestimmten Bereichen des Kopfes die dort wachsenden Haare auf genau das Hormon allergisch reagieren, das eigentlich das Haarwachstum fördert.

Das Dickkopf-Protein schaltet Haarwachstum ein?

Der etwas seltsame Name des Proteins geht auf Prof. Dr. Christof Niehrs zurück, der entdeckte, das dieses Protein oder besser das Gen dazu die Entwicklung des Kopfes im Embryo-Stadium steuert, weshalb es Dickkopf-1-Protein benannt wurde.

Das DKK2 oder Dickkopf-2-Protein wiederum ist unter anderem dafür zuständig, wo am Körper Haare wachsen sollen und wo nicht. So sorgt DKK2 etwa an den Handinnenflächen wie auch an den Fußsohlen dafür, das dort keine Haare wachsen. Um dies zu bewerkstelligen, blockiert DKK2 den sogenannten Wnt-Signalweg. Darunter muss sich so etwas wie einer von vielen Kanälen vorgestellt werden, die durch den Körper verlaufen und die bestimmte äußere Reize an verschiedene Orte transportieren, so auch der Reiz, Haarpapillen auszubilden.

Nun stellen sich andere Forscher natürlich die Frage, ob der genetisch bestimmte Haarausfall nicht auch etwas mit dem DKK2-Protein zu tun haben könnte. Immerhin wurde es bei Mäusen bereits geschafft, das DKK2-Protein auszuschalten, worauf sich bei diesen an sonst eigentlich kahlen Stellen Haare ausbildeten. Ob jedoch die genetische Fehlbildung der Haare bei der androgenetischen Alopezie durch die Blockierung des DKK2-Proteins aufgehoben wird, steht noch in den Sternen, zumal noch nicht einmal sicher ist, dass das DKK2-Protein auf der Kopfhaut wirksam ist.

Nicht in den Sternen steht jedoch, dass aktuell nur eine Eigenhaarverpflanzung gegen ererbten Haarausfall hilft. Die Hilfe zur Hilfe wiederum findet sich bei Health Travels, der Agentur für Medizinreisen in die Türkei.

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