Donnerstag, 5. Dezember 2019

Ein wirklicher Vollbart mit Barthaarverpflanzung




Der Vollbart ist nun schon seit einigen Jahren das Aushängeschild des modebewussten Mannes. Laut der Umfrage eines großen Männermagazins trägt in Deutschland jede zweite erwachsene männliche Person einen Bart. Nicht immer einen Vollbart, sondern oft auch eine der zahlreichen Varianten. Mitunter wird der Weg zum Vollbart auch dadurch behindert, dass der Bartwuchs an den Wangen oder am Hals nur lückenhaft erfolgt.

Ob nun Vollbart oder der gerade von Frauen an Männern noch mehr beliebte Drei-Tage-Bart, mit Lücken darin ist es mit der Attraktivität nicht weit her. Diese können unterschiedliche Ursachen haben. Eine partielle Hautkrankheit. Ein genetischer Erbfehler ähnlich der androgenetischen Alopezie am Kopfhaar oder eine Vernarbung, die den Bartwuchs an dieser Stelle verhindert. Was genau das Problem ist, kann nur ein Hautarzt feststellen, wenn es nicht wie bei einer Vernarbung eindeutig ist. Bestimmte Hautkrankheiten, wie etwa die Immunkrankheit Alopecia barbae, lassen sich oft nur schwer bekämpfen, selbst mit ärztlich verordneten Therapien. Noch weniger jedoch mit sogenannten Wundersalben oder Pillen, die frei verkäuflich auf dem Markt angeboten werden. Die helfen nur dem Bankkonto desjenigen, der sie verkauft. Was wirklich hilft, ist eine Barthaarverpflanzung, wenn der Hautarzt zuvor abgeklärt hat, ob die betroffene Hautpartie dies zulässt.

Barthaartransplantation macht Vollbärte möglich

Obwohl Barthaare kräftiger als Kopfhaare sind, werden bei einer Barthaartransplantation meist keine Barthaare von einer Stelle zur anderen verpflanzt oder höchstens nur dann, wenn eine wirklich nur kleine Lücke aufzufüllen ist. Dann werden zum Beispiel Barthaarfollikel unterhalb des Kinns entnommen und umgepflanzt. In der Regel reicht jedoch das Spenderpotenzial des eigenen Bartes nicht aus, um größere Lücken damit zu füllen.

Die Spende kommt vom Nacken oder dem Hinterkopf des Patienten. Die hier wachsenden Kopfhaare sind etwas dicker als das 
Haupthaar und damit am besten als Barthaare geeignet. Diese Lösung besitzt zudem den Vorteil, dass sich die direkt sichtbaren OP-Spuren im Gesicht auf die eingepflanzten Haare beschränken, während die Entnahmestelle am Hinterkopf durch darüber liegendes Haar kaschiert werden kann. In der Regel erfolgt die Barthaartransplantation unter Anwendung der FUE-Methode, der Follikel unit extraction. Diese erzeugt zwar zahlreiche, jedoch nur winzige Wunden, die nach etwa 10 Tagen restlos verschwunden sind.