Der Vollbart ist nun schon seit einigen Jahren das
Aushängeschild des modebewussten Mannes. Laut der Umfrage eines großen
Männermagazins trägt in Deutschland jede zweite erwachsene männliche Person
einen Bart. Nicht immer einen Vollbart, sondern oft auch eine der zahlreichen
Varianten. Mitunter wird der Weg zum Vollbart auch dadurch behindert, dass der
Bartwuchs an den Wangen oder am Hals nur lückenhaft erfolgt.
Ob nun Vollbart oder der gerade von Frauen an Männern noch
mehr beliebte Drei-Tage-Bart, mit Lücken darin ist es mit der Attraktivität
nicht weit her. Diese können unterschiedliche Ursachen haben. Eine partielle
Hautkrankheit. Ein genetischer Erbfehler ähnlich der androgenetischen Alopezie
am Kopfhaar oder eine Vernarbung, die den Bartwuchs an dieser Stelle
verhindert. Was genau das Problem ist, kann nur ein Hautarzt feststellen, wenn
es nicht wie bei einer Vernarbung eindeutig ist. Bestimmte Hautkrankheiten, wie
etwa die Immunkrankheit Alopecia barbae, lassen sich oft nur schwer bekämpfen,
selbst mit ärztlich verordneten Therapien. Noch weniger jedoch mit sogenannten
Wundersalben oder Pillen, die frei verkäuflich auf dem Markt angeboten werden.
Die helfen nur dem Bankkonto desjenigen, der sie verkauft. Was wirklich hilft,
ist eine Barthaarverpflanzung, wenn der Hautarzt zuvor abgeklärt hat, ob die
betroffene Hautpartie dies zulässt.
Barthaartransplantation macht Vollbärte möglich
Obwohl Barthaare kräftiger als Kopfhaare sind, werden bei
einer Barthaartransplantation meist keine Barthaare von einer Stelle zur
anderen verpflanzt oder höchstens nur dann, wenn eine wirklich nur kleine Lücke
aufzufüllen ist. Dann werden zum Beispiel Barthaarfollikel unterhalb des Kinns
entnommen und umgepflanzt. In der Regel reicht jedoch das Spenderpotenzial des
eigenen Bartes nicht aus, um größere Lücken damit zu füllen.
Die Spende kommt vom Nacken oder dem Hinterkopf des
Patienten. Die hier wachsenden Kopfhaare sind etwas dicker als das
Haupthaar
und damit am besten als Barthaare geeignet. Diese Lösung besitzt zudem den
Vorteil, dass sich die direkt sichtbaren OP-Spuren im Gesicht auf die eingepflanzten
Haare beschränken, während die Entnahmestelle am Hinterkopf durch darüber
liegendes Haar kaschiert werden kann. In der Regel erfolgt die
Barthaartransplantation unter Anwendung der FUE-Methode, der Follikel unit
extraction. Diese erzeugt zwar zahlreiche, jedoch nur winzige Wunden, die nach
etwa 10 Tagen restlos verschwunden sind.
