Das vor einer Operation bei einem Patienten mehr oder weniger
große Ängste entstehen, ist selbstverständlich. Selbst bei einer OP mit nur
lokaler Betäubung in sitzender Haltung ist es trotzdem nicht irgendetwas Alltägliches.
Die Eigenhaarverpflanzung ist genau so eine Art der Operation, bei der der
Patient nur ambulant behandelt wird. Ein Klinikaufenthalt über eine oder
mehrere Nächte ist nicht notwendig.
Die beste Art, einem Menschen seine Ängste zu nehmen, ist
es, genau zu erklären, was passiert und was gerade vor sich geht. Da nicht
wenige Männer den Preisvorteil einer Haartransplantation in Istanbul wählen,
stellt die organisierende Agentur Health Travels zusammen mit der Klinikleitung
einen deutschsprachigen Mitarbeiter zur Verfügung, der die Angaben des
Chirurgen übersetzt und bei Fragen diese übermittelt. So sind die Ärzte etwa in
der Bati Göz Klinik in Istanbul natürlich des Englischen mächtig, nicht jedoch
der sehr komplexen deutschen Sprache.
Was passiert z. B. bei einer FUE-Haartransplantation?
Die FUE-Methode ist das aktuell schonenste und
erfolgreichste Verfahren im Bereich der Eigenhaarverpflanzung. In Istanbul ist
sie der Standard. Sie zeichnet sich dadurch aus, das aus dem Haarkranz des
Patienten die Haare zur Verpflanzung einzeln oder besser in Bündeln (Crafts) zu
1 bis 4 Haaren entnommen werden, um sie später an den vorgesehenen kahlen
Stellen einzupflanzen.
Im Gegensatz dazu wird etwa bei der etwas älteren FUT-Methode
ein ganzer Haarstreifen entnommen, die entstandene Wunde
vernäht und die Haare
auf dem Streifen einzeln extrahiert, um sie zu verpflanzen.
In der Regel nutzt der Chirurg für die Entnahme und die
Einpflanzung während einer FUE-OP eine elektrische Hohlnadel. Sie ist
vergleichbar mit dem Bohrer beim Zahnarzt und beschleunigt einfach den Vorgang.
Schmerzen verspürt der Patient dabei nicht, da alles unter lokaler Betäubung
vor sich geht. Im schlimmsten Fall erzeugt die Hohlnadel eine leichte Vibration
in der Kopfhaut. Nicht selten findet während der OP eine angeregte Unterhaltung
zwischen dem Arzt, der MTA, dem Patienten und dem Übersetzer statt oder es wird
einfach Musik gehört, die vor der Operation ausgewählt werden kann.
Eine Eigenhaarverpflanzung dauert mehrere Stunden, das ist
vielleicht als Wermutstropfen anzusehen. Doch dafür wird der Patient später mit
vollem Kopfhaar entschädigt an Stellen, die vorher Halbglatzen oder
Geheimratsecken waren. Das ist es schon wert.

