Mittwoch, 21. November 2018

Haarausfall durch Haare färben?



Es sind längst nicht mehr nur Frauen, die sich regelmäßig eine neue Haarfarbe zulegen. Auch Männer gönnen sich die Abwechselung, sei es, um vielleicht nur mit einer blonden Strähne im schwarzen Haar die Frisur interessanter zu gestalten oder um die ersten grauen Ansätze an den Schläfen zu überdecken.

Doch was ist wahres daran, wenn in den Medien immer wieder behauptet wird, dass es durch das Färben der Haare zu Haarausfall kommen kann? Sind die angebotenen Mittel der Kosmetikindustrie wirklich so harmlos, wie angepriesen, oder ist es ein Spiel mit dem Feuer? Immerhin färben sich rund 30 % aller erwachsenen Männer in Deutschland zumindest hin und wieder die Haare. Darunter ohne Zweifel auch Männer mit ererbtem oder altersbedingtemHaarausfall. Unter Umständen könnten Haarfärbemittel den Verlust der Haare beschleunigen. Am Ende stünde dann statt dem Haare färben die Haartransplantation oder die Eigenhaarverpflanzung im Vordergrund. Ein Problem, das schon jetzt gut die Hälfte der männlichen Bevölkerung mehr oder minder stark betrifft. Zu diesem Thema gibt es jedoch mehr Informationen unter Health Travels.

Was machen Haarfärbemittel eigentlich?

Die Frage ist nicht so dumm, wie sie sich vielleicht anhört. Dass mit den Mitteln die Haare gefärbt werden sollen, ist ersichtlich. Doch wie wirken sich die Tönungen auf die Haare aus und was passiert beim Haarefärben?

Es lassen sich zwei Arten von Haarfärbemittelnunterscheiden. Einmal Mittel mit alkalischen Substanzen und einmal Naturfärbemittel ohne diese chemischen Verbindungen. In der Regel handelt es sich bei den chemischen Verbindungen um Amoniak oder als Ersatz die Monoethanolamine. Diese Stoffe besitzen einen sehr hohen pH-Wert und spalten die oberste Schutzschicht des Haares auf, damit die Farbpigmente eindringen können. Da Amoniak in Haarfärbemitteln inzwischen einen schlechten Ruf hat, werben nicht wenige Hersteller mit der Aufschrift „ohne Amoniak“. Allerdings wird dabei verschwiegen, dass dafür der Ersatzstoff Monoethanolamin (MEA) zum Einsatz kommt, der nach neuesten Studien für das Haar noch schlechter ist, da er nicht so flüchtig wie Amoniak ist. Das Problem ist, das
ohne diese Stoffe die gewünschte Haarfarbe weniger Intensität besitzt und die Farbe auch schneller ausgewaschen wird.

Trotzdem sind echte Naturfärbemittel eher zu empfehlen, auch wenn mit diesen sich keine leuchtenden Farben erzeugen lassen und die Haarfärbung nicht so lange anhält. Das Haar jedoch bleibt gesund und die Gefahr, dass es durch das Haarefärben ausfällt, ist weit geringer.