Dienstag, 6. März 2018

Wachstum nach einer Haartransplantation

Wachstum nach einer Haartransplantation
Wachstum nach einer Haartransplantation
Menschen sind individuell - dies zeigen speziell transplantierte Eigenhaare mit ihrem unterschiedlichen Wachstum. Manche Patienten können sich über einen schnellen Erfolg freuen, andere benötigen dagegen etwas mehr Geduld. In der Haarchirurgie werden diese Phänomene als 'fast' beziehungsweise als 'slow grower' bezeichnet. Dies bezeichnet den Haarwuchs, der bereits nach sechs Monaten gut sichtbar ist und manchmal erst nach Ablauf von zwölf Monaten.

Wie verläuft die Heilung nach der Eigenhaar-Transplantation?

Circa zwei/drei Tage nach der Haar-OP zeigen sich schmerzlose, allerdings unschöne Schwellungen. Diese können sich bis ins Gesicht fortsetzen, wodurch sich Patienten oft insgesamt unwohl fühlen. Nach etwa fünf Tagen sind die Schwellungen in der Regel weitgehend zurückgegangen, sodass selbst Dritte nichts wahrnehmen. Auf den behandelten Arealen befinden sich anfangs winzige Krusten, die nach ungefähr zehn Tagen abfallen. In dieser Zeit genießen viele Patienten einen kurzen Urlaub. Sind die Krüstchen verschwunden, schimmert die Kopfhaut von zartrosa bis hellrot, wie sich auch andere abgeheilte Wunden zeigen. Bis sich wieder eine normale Hautfärbung abzeichnet, kann es zwei/drei Monate dauern, da die Prozesse höchst individuell ablaufen. Während der Wartezeit lassen sich die Stellen mittels kosmetischer Abdeckstifte (Drogeriemarkt/Apotheke) passend zur Hautfarbe kaschieren. Wurde die FUT-Methode (Streifentechnik) eingesetzt, dürfen die Nähfäden im Haarkranz nach etwa 14 Tagen durch den behandelnden Arzt entfernt werden. Bei der FUE-Methode (Einzelextraktion) wird keine Naht benötigt - Fäden sind deshalb überflüssig.

Individuelles Wachstum der Haare

Die eingesetzten Haare fallen im Zeitraum von zwei/sechs Wochen nach der Haar-OP wieder aus. Dies darf Patienten allerdings nicht irritieren. Der Grund hierfür liegt in einem Sauerstoffmangel, da die Haare während des Eingriffs eine Weile nicht vom Blutkreislauf des Patienten versorgt wurden. Die Follikel legen eine Ruhephase ein, wobei die 'Haar-Papillen', die das Wachstum steuern, sich optimal verankert haben. Sind ungefähr drei/fünf Monate vergangen, beginnt die Neubildung von Haaren (FUs/Haarfollikel). Dieser Prozess ist ebenfalls sehr individuell. Während dieser Phase zeigen sich eventuell minimale Unebenheiten/Pickel, die die neuen wachsenden Haarschäfte erahnen lassen. In Etappen füllen sich die behandelten Kopfbereiche im Zeitraum von sechs/zehn Monaten mit gesunder neuer Haarpracht. Während des elften Monats nach der Haar-OP zeigen sich weitere positive Veränderungen, Monat zwölf können Patienten den Erfolg ihrer Eigenhaar-Transplantation letztendlich bewundern.

Ausnahmen sind auch hierbei normal

Wie so oft gibt es auch hierbei seltene Ausnahmen. So kann beispielsweise nach sechs/acht Monaten immenser Wuchs bei den neuen Haaren auftreten. Bei manchen Patienten macht sich jedoch bereits nach drei/fünf Monaten eine wesentliche optische Verbesserung bemerkbar. Abgesehen von individuellen Anwuchsraten, ist auch zwischen dem zwölften/achtzehnten Monat nach dem Eingriff öfter eine deutliche Verbesserung des Haarwuchses zu beobachten. Da die einzelnen Haare zuerst höchst fein/filigran auftreten, zeigt sich erst etwas später ein Gewinn an Umfang und Kraft. Dadurch entsteht anschließend ein neues beeindruckendes Volumen, das normalerweise lebenslang hält.